Experte warnt vor Risiken durch verlängerte Halbzeitpause im WM-Finale

Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr eine ungewöhnlich lange Halbzeitpause mit sich bringen. Aufgrund der geplanten Halbzeitshow werden die Teams mehr als 20 Minuten Verschnaufpause erhalten – deutlich länger als die üblichen 15 Minuten, die im normalen Spielbetrieb Standard sind.
Diese Regelabweichung sorgt jedoch unter Sportmedizinern für Bedenken. Der renommierte Sportmediziner Hans-Georg Predel äußert sich kritisch zu dieser Ausnahmeregelung. Nach seiner Einschätzung birgt die verlängerte Pausendauer erhebliche Risiken für die physische Verfassung der beteiligten Akteure.
Die Problematik liegt darin, dass eine zu lange Unterbrechung des Spielflusses und der körperlichen Belastung die Spieler aus ihrem optimalen Rhythmus bringen kann. Muskeln und Kreislauf könnten wieder aus dem Spielzustand herausfallen, was beim Wiedereinstieg in die zweite Halbzeit zu verlängerten Aufwärmzeiten und möglicherweise auch zu erhöhtem Verletzungsrisiko führt.
Für ein Finale mit den höchsten sportlichen Anforderungen könnten solche physiologischen Begleiterscheinungen somit zu einem Nachteil für die Spieler werden – unabhängig davon, für welche Mannschaft diese Unterbrechung problematischer ausfällt.
Quelle: www.sportschau.de