DDR nutzt EM-Aus für Olympiasieg: Trainingseffekt durch Qualifikationsfehlschlag

Ein unerwarteter Vorteil entstand für die DDR-Fußballnationalmannschaft durch das Scheitern in der Europameisterschafts-Qualifikation. Weil sich die Auswahl des Ostdeutschen Staates nicht für die EM durchsetzen konnte, stand beim Olympischen Turnier 1976 in Kanada die beste verfügbare Spielerbesetzung zur Verfügung.
Die Mannschaft benötigte anfangs Zeit zum Ankommen im Turnier. Nach einer Aufwärmphase zum Beginn des Wettbewerbs bewies das Team schließlich seine volle Leistungsfähigkeit. Im Finale setzten sich die DDR-Kicker deutlich gegen Polen durch und sicherten sich mit einem überzeugenden 3:1-Sieg die Goldmedaille.
Damit konnte die DDR-Auswahl trotz des Rückschlags in der kontinentalen Quali einen großen internationalen Erfolg erringen. Das Olympische Podest in Kanada wurde für die Ostdeutschen somit zum Höhepunkt des Jahres 1976 im Fußball.
Quelle: www.sportschau.de