FIFA-Marketing statt Sensation: Das Spiel um Platz drei bekommt neuen Namen
Die Fußball-Weltmeisterschaft schreibt ihre eigenen Regeln – zumindest was die Nomenklatur betrifft. Wenn Frankreich und England am Samstag in der wegweisenden Partie um die Bronzemedaille aneinander geraten, werden die Zuschauer auf den Tribünen und vor den Bildschirmen eine überraschende Namensgebung erleben. Die FIFA hat sich dazu entschlossen, das Spiel um Platz drei mit einem neuen, attraktiveren Namen zu versehen.
Damit entzieht sich der Weltverband dem traditionellen Begriff, der seit Jahrzehnten für diese weniger umjubelten Matches verwendet wird. Statt dem gewöhnlichen Namen soll es künftig klangvoller klingen. Dies ist ein weiterer Schritt der FIFA, um ihre Turniere noch professioneller und marketingorientierter zu gestalten – schließlich handelt es sich um eine Begegnung zweier großer Fußballnationen, die trotz ihres Status als Verlierer der Halbfinals ein Publikumsmagnet darstellt.
Die Umbenennungsstrategie unterstreicht die Bedeutung, die der Weltverband dem dritten Platz in der Abschlusstabelle beimisst. Auch wenn das Finale zweifellos die größte Aufmerksamkeit auf sich zieht, soll dieses traditionsreiche Spiel zwischen zwei europäischen Top-Teams nicht als bloße Nebensächlichkeit wahrgenommen werden.
Quelle: www.n-tv.de