Infantino beruft Krisensitzung ein: FIFA-Chef sucht nach Lösungen in Marokko
Gianni Infantino hat offenbar die Notbremse gezogen. Wie mehrere Medienberichte übereinstimmend vermelden, soll der FIFA-Präsident in Rabat kurzfristig ein Treffen mit seinen engsten Vertrauten einberufen haben – offenbar eine Reaktion auf die jüngsten Turbulenzen rund um gescheiterte Investitionspläne für die Weltmeisterschaft.
Der Zeitpunkt der Zusammenkunft ist bemerkenswert: Ausgerechnet in Marokko, wo die nächste reguläre Wahl des FIFA-Präsidenten stattfinden soll, versucht Infantino nun, die Kontrolle über die Lage zurückzugewinnen. Der Schritt deutet darauf hin, dass der 54-Jährige die Unterstützung seiner engsten Mitarbeiter gefährdet sieht – und diese offenbar ebenso wie externe Beobachter in den letzten Wochen ihre Zweifel gegenüber dem Kurs des Weltverbandes geäußert haben.
Die gescheiterten Investorenpläne, die Infantino ehrgeizlich vorangetrieben hatte, gelten als einer der Hauptgründe für die aktuelle Verunsicherung innerhalb des FIFA-Gefüges. Mit der eilig anberaumten Krisensitzung versucht der Verbandschef nun, den Vertrauensverlust einzudämmen und eine Einigung mit seinen Partnern zu erreichen.
Quelle: www.n-tv.de